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Paris Ile de France
Ihr Guide / Zoom sur...
Pour découvrir Paris avec ses enfants : voici tous les lieux à visiter et les activités à faire en famille.
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Versailles ist auch eine Stadt! Machen Sie sich auf zu einer Entdeckungsreise der Modeschöpfer im Stadtviertel Notre-Dame, schlendern Sie durch die gepflasterten Gassen des Stadtviertels Saint-Louis und wohnen Sie der Pferdedressur nach Klängen barocker Musik in der Pferdesportakademie bei, bevor Sie von den Früchten des königlichen Obst- und Gemüsegartens naschen ... Versailles als Stadt ist eine Reise an sich in das Land der Raffinesse und der Lebenskunst.
Kommen Sie der Stadt auf die Spur, indem Sie über den Marché Notre-Dame schlendern. Vom SNCF-Bahnhof Rive Droite aus gelangen Sie zur Rue du Maréchal Foch. Unter den Eisen- und Mühlensteinhallen ragt der Markt als Tempel der Raffinesse im Herzen "des goldenen Dreiecks" von Versailles und beherbergt etwa 300 Geschäfte. Schlendern Sie von Auslage zu Auslage: Ihre Ästhetik ist eine Augenweide und weckt feinschmeckerische Gelüste. Beim Verlassen des Markts machen Sie Halt zu einer kleinen Kaffeepause auf der Terrasse einer der zahlreichen Bierstuben, die sich um den Markt herum ansiedeln. Hier werden Sie authentische und pittoreske Erlebnisse haben.
Schlagen Sie nun die Richtung der Passage de la Geôle ein. Stöbern Sie nach Belieben in den Uhren, Gemälden, Büchern, mechanischen Spielsachen herum... Dieses ehemalige Weinlager, das 1677 errichtet wurde, hat den Ruf, zu den bestbelieferten Antiquitätenmärkten im Westen von Paris zu gehören.
Ein wenig weiter in der Nummer 7 der Rue des Deux Portes stoßen Sie auf einen charmanten Hof. In seinem Atelier/seiner Boutique verlauft Pauline Pin ihre Taschenkreationen und Produkte großer Marken, die gerade in sind wie Vanessa Bruno. Beim Verlassen dieses Hofs werfen Sie einen Blick in das Innere von Passivi Thé, ein Teesalon, der sich auf Ihrer rechten Seite befindet. Die schmiedeeiserne Dekoration und die alten Teebüchsen, die an der Decke aufgehängt wurden, laden zu einer Reise ein. Am Samstag finden sich hier die Liebhaber der Poesie zusammen, um ihre Verse zu lesen.
Ihnen ist nach Authentizität zumute. Dann finden Sie sich bei Allison ein, einer amerikanischen Modedesignerin mit lebhaften blauen Augen. Unumgänglich. In ihrer Boutique Kentucky Rain in 25, Rue de la Paroisse erzählt Allison leidenschaftlich von "Versailles als Stadt". Seit jeher Liebhaberin des Vintage, kreiert diese ausgebildete Architektin Accessoires, Handtaschen, Hüte und originelle Täschchen aus wertvollen Geweben. Sie haben sicher falsch getippt. Ihre Markenbezeichnung Kentucky Rain geht nicht auf ihre Herkunft von der anderen Seite des Atlantik zurück sondern auf einen Titel von Elvis, den Sie bedingungslos verehrt.
Sehen Sie sich beim Herausgehen den Boden richtig an. Ein unbekannter Straßenmaler hat hier einen runden träumerischen Kopf mit harmonischen Zügen hinterlassen. Wenn Sie auf Ihrem Weg immer richtig aufpassen, werden Sie feststellen, dass er mehrere seiner Werke auf dem Beton und an den Mauern der Stadt verewigt hat.
Für eine Mittagspause im Herzen von Versailles empfiehlt sich das Aparthé gleich gegenüber der Kirche Notre-Dame. In diesem Restaurant mit seinem gemütlichen Ambiente und seinem erstaunlich stillen grünen Papagei werden Sie sich im Salon mit den bequemen Kanapees wie zu Hause fühlen. Das Fleisch kommt aus Argentinien und Deutschland, und hier trinkt man Mariage-Tee oder einen Obstnektar, der jeden Tag wechselt. Es genügt, die Schiefertafel an der Wand zu lesen. Als Treffpunkt der Einheimischen ist im Aparthé meist nur schwerlich ein freier Tisch zu finden.
In diesem Fall weichen Sie auf die Brasserie du Théâtre aus, die auf den Anfang des 19. Jahrhunderts zurückgeht und sich in der Rue des Réservoirs niedergelassen hat. Auf ihren traditionellen weinroten Sitzbänken haben Sie die Gelegenheit, die Widmungen französischer Schauspieler zu entdecken, die an den Spiegeln befestigt wurden. Diese kleinen Zettel sind nicht zufällig hier: Gleich neben der Bierstube befindet sich das berühmte Théâtre Montansier mit seinem blau-goldenen Saal, der im 18. Jahrhundert eingeweiht wurde.
Und für eine Süßigkeit kurz vor dem Besuch des Schlosses sollten Sie Les Colonnes, Place Hoche, testen, ein Zuckerbäcker und Schokoladenfabrikant, der sich hier vor etwa dreißig Jahren niedergelassen hat. Machen Sie keine Bogen um dieses süße Universum, das einen Einblick in den traditionellen Geist von Versailles bietet.
Die Akademie für Pferdeschauen, die sich gegenüber dem Schloss befindet, lädt zur Teilnahme an mit barocker Musik untermalten Dressuren ein. Dieser ehemalige Rennstall von Ludwig XIV ist ein Ausbildungsort. Der bekannte Choreograph Bartabas bietet hier jährlich eine Aufführung an, die von der Erfahrung der Kunstreiter und vom Fortschritt der Pferde zeugt: Fechten zu Pferd und Improvisationen insbesondere samstags, sonntags und an bestimmten Donnerstagen. Die Vormittagsveranstaltungen des Gestüts finden gegen 11 Uhr statt. Planen Sie einen kleinen Imbiss vor Ort oder in den Gärten des Schlosses ein. Sie können den Pferdestall nach der Veranstaltung besichtigen.
Tauchen Sie nun ein in die Raffinesse und die Lebenskunst. Also ist ein Besuch von Trianon auf dem Domaine de Marie-Antoinette angesagt: Nach dreijährigen Sanierungsarbeiten hat dieses Gut seine Tore im September 2008 wieder geöffnet. Im Garten werden Sie den Tempel der Liebe erblicken, den die Königin von ihren Gemächern aus sehen konnte, und die Grotten, in denen Sie ihre Liebhaber empfing... Ein anderer Einblick in die Geschichte von Versailles. Hier übrigen hat Sofia Coppola ihre Marie-Antoinette gedreht, beeindruckende und rockige Biographie der Königin aus dem Jahre 2005. Der amerikanischen Regisseurin lag viel daran, in diesen Gemäuern zu drehen, um von der Atmosphäre, dem Know-how der Blumenverkäufer und französischen Konditoreien zu profitieren. Das Drehteam hat sich 19 Tage vor Ort aufgehalten. Um dorthin zu gelangen, empfiehlt es sich, ein Fahrrad auszuleihen: Es wird Ihnen sicher gefallen, den Park mit dem Kopf im Wind zu durchqueren.
Nicht weit vom Schloss entfernt, befindet sich das Zentrum zeitgenössischer Kunst La Maréchalerie, in der Nummer 5, Avenue de Sceaux. Es ist "experimentellen" Formen der Kunst und der Architektur gewidmet. Von der Architekturschule Versailles angeregt, organisiert dieser am Nachmittag für die Öffentlichkeit geöffnete Ort der Kunst Treffen zwischen Künstlern und Architekten. Dreimal jährlich werden hier Ausstellungen organisiert.
Ruhe, Sanftheit und Genuss
Der diskrete Stadtteil Saint-Louis lädt zum Schlendern ein. In La Terrasse, Restaurant mit Spezialitäten aus dem Südwesten, können Sie eine ausgesprochen gemütliche Atmosphäre genießen, Nicht weit von hier schlagen Sie in die Rue du Vieux Versailles mit ihrer Pastellfront ein: Hier erleben Sie einen Hauch Boheme. In der Nummer 27 dann Les Passions de Tom, ein Trödelmarkt für Designliebhaber und Ästheten, der diese Stadt durch seine Originalität gekonnt verkörpert und in dem vor allem Gegenstände aus dem 18. Jahrhundert zu finden sind. Als Fachmann des 20. Jahrhunderts spürt Tom, der Antiquitätenhändler, Schmuckstücke des Erfindergeists in Skandinavien auf. Eine Leidenschaft, die in der Familie liegt, da seine Schwester Sophie in der Boutique gleich nebenan mit schicken und ausgefallenen Mosaikfliesen handelt. In dieser Straße werden Sie ferner einen Friseursalon entdecken, der geradewegs aus einem anderen Jahrhundert zu kommen scheint, aber auch Innenhöfe mit mediterranem Flair, eine Tischlerei, eine Kinderbuchhandlung...
Die Rue de Satory bringt Sie schnurstracks zur Cathédrale Saint-Louis. Diese Hauptachse des Stadtviertels quillt von sympathischen Bars, Terrassen und Restaurants nur so über. Das Lamm mit Kartoffeln im Limousin mit seiner Terrasse Richtung Schloss wird kaum Kostverächter finden. Die Kathedrale in einem klassischen Stil mit einer Note Barock bietet ein interessantes Beispiel für die Architektur in der Mitte des 18. Jahrhunderts. In der Nähe des Altars die Kirchenbank, über der eine königliche Krone ragt, die von zwei Engeln getragen wird, und die durch ihre Größe beeindruckt, welche sich mit der Größe Gottes zu messen scheint. Vorn links im Kirchenschiff werden Sie Saint-Pierre marchant sur les eaux von François Boucher entdecken.
Überqueren Sie beim Hinausgehen die Straße bis zum Obst- und Gemüsegarten des Königs. Jasmin-, Rosen- und Fliederduft... Seine zweihundert Sorten Äpfel, Birnen, richtiger Tomaten und anderer seltsamer Gemüsesorten (Knollenziest, violette Bohnen, Minigemüse,...) werden Sie erstaunen. Diese neun Hektar Obst- und Gemüsegarten, die früher die Mahlzeiten von Ludwig XIV bereichert haben, sind noch heute eine Sinnesfreude für die Besucher, die auf ihrem Weg Lust bekommen, sie anzufassen und zu kosten. Glücklicherweise genügen die Ruhe des Orts und der Überfluss, um die Geister zu beruhigen und Sie werden diesen Garten Edens mit einem Gefühl der Vollkommenheit verlassen.
Und eben an diesem Ort hat auch die Nationale Landschaftsgestaltungshochschule Versailles ihren Zufluchtsort gefunden. Zwei Parzellen sind den Schöpfungen der Studenten vorbehalten! Angesichts ihrer Originalität wird es Ihnen nicht schwer fallen, sie zu finden! Der charmante Parc Balbi, gleich nebenan ist ein Zeugnis der Welle englisch-chinesischer Gärten aus dem 18. Jahrhundert. Er ist heute ein Anziehungspunkt für die Bewohner der Stadt, die die Eleganz seiner wenig bekannten Grünflächen weitab vom städtischen Leben zu schätzen wissen.
Bevor Sie sich dann zum SNCF-Bahnhof Rive Gauche begeben, besuchen Sie die Carrés Saint-Louis. Die einstöckigen Schieferdachhäuschen waren ursprünglich "Baracken" von Händlern und wurden seit 1755 in Wohnhäuser umgebaut. Heute belegen Boutiquen und Läden das Erdgeschoss, Auch zahlreiche Restaurants haben sich hier niedergelassen.
Um Ihren Abend ausklinken zu lassen, können Sie in den Gärten des Schlosses (von Juli bis September am Samstag) den Großen Nächtlichen Wasserspielen beiwohnen. Bei Einbruch der Dunkelheit werden Baumgruppen und Becken in ein bezauberndes Licht getaucht. Musikalische und aromatische Inszenierungen, die zum Träumen einladen ..., und Ihnen einen Eindruck von den Festen vermittelt, die der Sonnenkönig hier veranstaltet hat.
Erst kürzlich saniert, ermöglicht dieses Hotel aus dem 18. Jahrhundert einen historischen Streifzug durch die Stadt und die architektonische Eleganz der Bleiben aus der damaligen Zeit. Die fünfunddreißig Räume werden für Ausstellungen von Künstlern, die in Versailles ihre Geburtsstätte hatten, wie Houdon, Voltaire und Rousseau, und für revolutionäre Darstellungen oder postimpressionistische Werke der Guy-Sammlung genutzt.