
Die offiziele Seite des Reiseziels
Paris Ile de France
Ihr Guide / Lust auf…
Vielseitige Stile und Künstler in Hülle und Fülle auf dem Programm
Jazz und Paris, das ist eine lange Geschichte! Die französischeMetropole hatte schon immer "ein offenes Ohr" für Jazzmusik. Auch wennsich die Stadtviertel im Laufe der Zeit verändert haben, so wird dieseMusik doch weiterhin an zahlreichen Orten und Stätten - zwischenTradition und Moderne - tagtäglich großgeschrieben.
Es waren die amerikanischen Truppen im Ersten Weltkrieg, die den Jazz nach Frankreich brachten.
Seitdem hat sich diese Musik gut in Paris akklimatisiert, in einer Stadt, die Josephine Baker während der Goldenen Zwanziger zu ihrer Muse erklärte und den Swing in den Cabarets von Pigalle und Montparnasse als eine Art Lebensart betrachtete.
Mit Django Reinhardt und Stéphane Grappelli erlebte Frankreich den ersten Ausdrucksstil der ursprünglichen Jazzmusik, der nicht auf amerikanischem Boden entstand. Mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem Tode des genialen Gipsy-Musikers wird der Jazz weiterhin in dieser Stadt gefeiert, in der noch die Erinnerungen an großartige Jazz-Musiker herrschen, die hier ihr Domizil aufgeschlagen hatten: von Sidney Bechet über Dexter Gordon und vielen weiteren, bis Bud Powell oder, als Reaktion auf die Gerüchte von Mai 68, die Mitglieder der "Art Ensemble of Chicago".
Miles Davis nahm in einem Pariser Studio die Musik auf, die dem Film Der Fahrstuhl zum Schafott zu seinen Ruhm verhalf. Hier wurde das Talent der Sängerin Dee Dee Bridgewater entdeckt. Auch heute noch kommt es nicht selten vor, im Halbschatten eines bekannten Clubs die vertraute Silhouette des Saxophonisten Archie Shepp anzutreffen.
Gestern noch dank Martial Solal oder Michel Petrucciani, heute mit Musikern wie Julien Lourau oder Baptiste Trotignon… der französische Jazz muss sich nicht vor dem Vergleich mit anderen internationalen Bühnen verstecken. Experimentierfreudig, traditionell, bunt gemischt und ergiebig ist der Jazz in Paris in ständiger Bewegung und nimmt die Farben aus Afrika oder der Karibik an. Auf den Plattentellern der elektronischen Musik pflegt der Jazz die Erinnerung an den Bebop und hält die Flamme der Gypsies bzw. Manouches am Leben.
Der Jazz spielt den Zauberlehrling im Free, und nimmt endlich eine weibliche Form an. Er lädt zum Tanz ein und vermischt sich mit Hiphop.
Er stellt sich dem Slam… kurz gesagt, der Jazz ist lebendig und zeigt sich von seinen unzähligen Facetten. Als Solo in einer Kunstgalerie, als Big Band in einer großen Konzerthalle, als kleine Gruppierung in einem Club, unten vor dem Parterre der schönsten Theater… er fühlt sich überall zu Hause. Jetzt müssen nur noch Sie Ihr Zuhause wählen.
Und an Angeboten mangelt es nun wirklich nicht. Neben den verschiedenen Clubs und Bars mit ihren regelmäßigen Jazz-Events ist die Jazz-Musik in Paris und in der Ile-de-France mit zahlreichen und beeindruckenden Festivals während der gesamten Saison präsent. So gibt es immer wieder etwas zu entdecken: die verschiedenen afroamerikanischen Musikformen und die Avantgarde beim "Sons d’Hiver" (Val-de-Marne) oder das Festival Banlieues Bleues (Seine-Saint-Denis), die europäischen Jazz-Farben mit JazzyColors in den Kulturzentren der Institute verschiedenster Länder in der französischen Hauptstadt, die Kreativität des aktuellen Jazz mit dem Festival "Jazz au fil de l’Oise " (Val-d’Oise) oder das "Jazz aux Arènes de Montmartre", kostenlose Open Air-Konzerte im Rahmen des La Défense Jazz Festivals (Hauts-de-Seine) oder beim Paris Jazz Festival im Parc Floral, ein ganzes Stadtviertel im Jazzrhythmus anlässlich des Festivals "Jazz à Saint-Germain-des-Prés", die Vielseitigkeit des zeitgenössischen Ausdrucks und die Musik der Vorfahren beim Jazz-Festival in La Villette, Jazzmusiker mit aktuellen Einflüssen auf dem CareFusion Jazz Festival, beim Festival All-Stars im New Morning , beim American Jazz Festival im Sunside oder beim Jazz Festival in Enghien, die Lebensfreude des Gipsy-Swings bzw. Swings Manouche beim Festival Django-Reinhardt in Samois-sur-Seine oder beim Festival Jazz-Musette auf dem Flohmarkt in Saint-Ouen, oder die buntesten Mischungen beim Festival Jazz ‘n Klezmer… Einfach unmöglich, nichts für seinen Geschmack zu finden!
In einem Club erlebt man den Jazz jeden Tag aufs Neue. Ob jahrelanger Jazz-Liebhaber oder Neuzukömmlinge, Experten oder Amateure, hier treffen sich alle aus ein und demselben Grund: die Liebe zur Musik. Jazz-Clubs haben einen enormen Vorteil: die Nähe, die sie zu den Musikern bieten.
Reservieren Sie sich einen Platz und beobachten Sie hautnah, wie ein Klaviervirtuose mit seinen Händen ein regelrechtes Ballett veranstaltet, oder das Gesicht eines Saxophonisten, der sich von seiner Inspiration leiten lässt. Und warum nicht am Ende des Sets hingehen und ihn ganz einfach um ein Autogramm auf seinem letzten Album bitten? In Jazz-Clubs stehen Zuhören und Aufmerksamkeit im Mittelpunkt, hier heißt die Faustregel "Diskretion". Man besucht sie, um zuzuhören und dabei in aller Ruhe einen Drink zu genießen. Jeder Club hat seine eigene Identität, die vom Programm des Hauses abhängt, das jeden Monat eine neue Mischung zusammenstellt, bei der sich sichere Werte mit neuen Highlights abwechseln.
Rue des Lombards : Paris hat seine Jazz-Ader: nur zwei Schritte vom Platz Châtelet entfernt befindet sich die Rue des Lombards. Hier liegen gleich drei wichtige Clubs der Metropole seit einem viertel Jahrhundert auf fünfzig Metern direkt nebeneinander. Jeder mit einem eigenen Ambiente. Die drei haben sich etwas Schlaues einfallen lassen: einmal im Monat kann man im Rahmen des Events "Paris Jazz Club" mit einem Ticket von einem Club zum anderen gehen. Das Sunset-Sunside ist in zwei geteilt: oben, im Erdgeschoss sozusagen, bietet das Sunside in einem gemütlichen Ambiente und bei gedämpftem Licht das Beste, was der akustische Jazz derzeit zu bieten hat: neue Stars aus New York oder musikalische Größen aus Frankreich. Unten, im Untergeschoss, begrüßt das Sunset in seinem Gewölbe mit Metro-Kacheln eher elektrische Formen des Jazz, Fusion oder Groovy-Jazz. Gleich nebenan bieten sich im Baiser Salé die Nachtschwärmer ein Stelldichein: Bar und Terrasse bleiben bis spät in die Nacht geöffnet. Auf der ersten Etage dann die typischen Farben Lateinamerikas, Afrikas und der Karibik… eine Einladung des Jazz an die verschiedenen Musikrichtungen der Welt. Und im Duc des Lombards , erst vor kurzem vollkommen renoviert, mit einer gut durchdachten Speisekarte, geben typische Legenden und die besten Vertreter des modernen Jazz in einem eleganten Rahmen und in Black and Blue ihre Vorstellungen.
Saint-Germain-des-Prés/Quartier Latin: Die linke Uferseite der Metropole war Hochburg des Jazz in der Nachkriegszeit. Auch wenn der mythische Club Saint-Germain bereits seit langer Zeit seine Türen geschlossen hat, so zählt das Quartier Latin immer noch zahlreiche Clubs, die an die Ära erinnern, in der der Jazz zunächst eine Tanzmusik war. So der legendäre Caveau de La Huchette, in dem seit 1946 in einem authentischen Steingewölbe aus dem Mittelalter im Keller eine Tanzfläche all die einlädt, die bei den synkopierenden Rhythmen nicht mehr ruhig sitzen bleiben können.
Im Petit-Journal Saint-Michel ist ebenfalls ein nostalgisches Ambiente angesagt, mit einem Programm, in dem sich Amateure des Dixieland und alter Stile die Hand geben. In diesem Studentenviertel sind zwei Orte zu nennen, an denen die Geldbörse geschont wird: das Caveau des Oubliettes, ein Pub mit unzähligen Jam Sessions (Blues, Funk, Fusion, Jazz, abhängig vom Wochentag), und das Café Universel, eine nette Bar, die besonders junge Talente anspricht und den Schwerpunkt auf Vocal Jazz legt. Ein etwas schickeres Ambiente herrscht bei Chez Papa, Rue Saint-Benoît: Hier kann man bei musikalischer Untermalung dank ausgezeichneter Pianisten im Trio oder in Begleitung einer Sängerin mit Standardrepertoires ganz klassisch zu Abend speisen.
Montmartre : Am Pigalle und auf dem Hügel mit seinen berühmten Cabarets, in denen sich die künstlerische Intelligentsia zwischen dem 1. und dem 2. Weltkrieg bei Jazz-Musik ein Stelldichein gab, sind mehrere Clubs vom Swing inspiriert. So eine typische Bar des Viertels, die sich abends in einen Club verwandelt, der Houdon Jazz Club. Ein Treffpunkt für begeisterte Anhänger des Bebop in einem ausgelassenen Ambiente, wo sich auch regelrechte Spezialisten dieser Musikgattung aus Amerika als Touristen verirren. Auf der Rue Lepic liegt unter dem Restaurant Autour de Midi… et Minuit ein prachtvoller Keller, in dem sich auf einer kleinen Bühne traditionelle Musiker und junge Anhänger des Hardbop produzieren. Und dann, nur ein paar Schritte von den Grands Boulevards entfernt, das klitzekleine Jazzcartoon (45 Plätze), in dem sich Cabaret, jazziger Chanson, New Orleans-Style und Trio Swing vermischen.
Und nicht zu verpassen: im Westen der Stadt, an der Porte Maillot, im Hotel Méridien, wo sich im Jazz-Club Lionel Hampton Big Bands mit authentischen amerikanischen Stars der Soul-Musik, des Blues und Gospelsongs und des Rhythm’n’Blues abwechseln. Hier "kocht es über"! Und im Osten der Stadt, im Le Triton in Lilas, liegt einer der Orte, an denen die zeitgenössische Kreation mit unzähligen Veranstaltungen, musikübergreifenden Begegnungen und anderen Experimenten zum Ausdruck gebracht wird. Hier wird Jazz unter dem Einfluss der Musik aus aller Welt, der zeitgenössischen und des progressiven Rocks sowie der Poesie zelebriert… Und zu guter Letzt, das Atelier Charonne , das sich gerade einmal innerhalb eines Jahres als Bar und Restaurant an der Bastille zum neuen Treffpunkt der Liebhaber des Swing Manouche entwickelt hat, wo die junge Generation die Meister dieser Musik voller Ehrfurcht begrüßt.
Hier wird nicht jeden Abend, aber regelmäßig Jazz gespielt: diese Konzertsäle mit einem größeren Fassungsvermögen als die traditionellen Clubs bieten ein Programm, das in manchen Fällen eher der Spitzenklasse zuzuordnen ist, mit Stars aus der Jazzszene oder mit 2-teiligen Abendveranstaltungen.
So steht seit 1981 das New Morning, eine ehemalige Druckerei im 10. Arrondissement und nunmehr Konzertsaal mit 500 Plätzen, auf dem Tourneeplan zahlreicher Jazz-Musiker. Chet Baker und Art Blakey haben hier ihre mittlerweile legendär gewordenen Konzerte gegeben. Dianne Reeves hat hier ein unvergessliches Konzert für ein "live"-Album mitgeschnitten. Spuren von Erinnerungen an die Legenden, die hier aufgetreten sind… die roten Mauern sind mit großartigen Schwarz-Weiß-Porträts bedeutender Jazz-Musiker verziert, denn wenn das "New" auch Salsa- und Reggae-Abende veranstaltet oder hier Fanfaren und afrikanische Musikgruppen auftreten, so widmet sich dieser Ort doch größtenteils der Jazz-Musik. Im Publikum sitzen oftmals aufmerksame Zuhörer und Kenner, aber im Allgemeinen herrscht hier eher eine lockere Atmosphäre. Kein Ort für hochgeschraubte Personen!
Von den Verantwortlichen des Festivals Banlieues Bleues geleitet ist auch das La Dynamo in Pantin ein ehemaliges Industriegebäude, das zu einem Konzertsaal umgebaut wurde. Ein origineller Plan… der erste Konzertsaal in Frankreich, der sich dem Jazz und improvisierter Musik verschrieben hat. Die Konzerte außerhalb des Festivals lehnen sich an das künstlerische Konzept der Veranstaltung an, die den zeitgenössischen, freien und experimentellen Jazz in den Vordergrund stellt, der sich allen verwandten Musikrichtungen gegenüber offen zeigt. Das "La Dynamo" ist auch eine "Stammbühne" vieler Künstler mit Workshops und einer Aktionsstätte für das junge Publikum und öffentlichen Proben. Und in der Pause warten Bio-Bar und Faire Trade auf Sie.
Nach den Renovierungsarbeiten, die dem historischen Saal nicht nur seinen Art-Déco-Stil verliehen, sondern auch die Akustik des Saals erheblich verbessert haben, ist auch der Salle Pleyel, ein für die klassische Musik bestimmtes Auditorium, seit langem dem Jazz zugewandt. Hier feierte Charlie Parker im Jahre 1949 seinen Triumph, zelebrierte Ella Fitzgerald das Glück in April in Paris und nahm Keith Jarrett außergewöhnliche Konzerte auf.
Die Cité de la Musique, stattfindet und die vom Architekten Christian de Portzamparc im Quartier La Villette entworfen wurde, ist für die Kühnheit der Gebäudeformen schon einen Umweg wert, aber auch für seine Konzertreihen mit ästhetischen oder historischen Themen und für die Qualität der Interpreten, die auf dem Programm stehen, das über die Grenzen der einzelnen Genres hinausgeht.
Im Rahmen dieser Konzerte veranstaltet die Cité de la Musique zahlreiche pädagogische Aktivitäten, vor allem Foren (Konzerte verbunden mit Konferenzen) und Kollegs (Reihe von Kursen).
Die Mediathek ist eins der wichtigsten Dokumentationszentren für Musik in Frankreich. Das Musée de la Musique hat wieder seine Türen geöffnet, nach einer großen Umstrukturierung seiner permanenten Sammlung, mit der bei Jazz-Liebhabern viele Emotionen wach werden, wenn sie die Gitarre von Django Reinhardt und die Violine von Stéphane Grappelli entdecken.
Man muss nicht immer die großen Säle besuchen, um gute Musik zu hören. Paris zählt unzählige Bars und Cafés, die an manchen Abenden Tische und Stühle hoch- oder wegstellen, um Platz für eine kleine Bühne zu schaffen, auf der sich der Jazz dann einschmeichelt.
Der Jazz lässt sich gut mit dieser einfachen Umgebung verbinden, in der er in gewisser Weise seinen typischen Ursprung wiederfindet: ein Kontrabass in einer kleinen Ecke, ein Saxophonspieler, der Platz frei macht, damit die Bedienung vorbei kann, ein Publikum aus Insidern oder aber zufälligen Gästen, die sich von der Atmosphäre der Musik haben verlocken lassen. Studenten des Konservatoriums, beschäftigungslose Profis von nebenan, ausgezeichnete Amateure oder Newcomer… hier kann man also Musiker entdecken, die den Jazz begeistert hochleben lassen. Der Eintritt ist in den meisten Fällen kostenlos.
Mit seinen nomadischen Ursprüngen ist der Gipsy Jazz bzw. Jazz Manouche in den Pariser Cafés somit nahezu allgegenwärtig. Im Piano Vache trifft man jeden Montag den Gitarristen Rodolphe Raffalli, der sich auf Interpretationen von Georges Brassens à la Façon von Django Reinhardt spezialisiert hat. Die Erben dieses berühmten Gitarristen treten regelmäßig im Attirail zwischen zwei Klezmer-Konzerten oder dem französischen Chanson und jeden Montagabend in der Taverne de Cluny auf. Liebhaber dieses Genres verpassen keine Konzerte an diesem mythischen Ort des Gipsy Jazz, der Chope des Puces, in Saint-Ouen, wo an jedem Wochenende Spezialisten des Genres mit Ninine Garcia auftreten.
In zahlreichen Bars finden Jazz-Konzerte im Rahmen eines Programms statt, auf dem auch Rockgruppen, Musik aus aller Welt, Bosa Nova und Elektro-Musik und sogar Vorstellungen und Poesielesungen stehen. Besonders im Au Chat Noir, Rue Saint-Maur, nicht weit von Oberkampf entfernt, im Nouvô Cosmos in Jourdain, wo man ebenfalls zu Abend essen kann, im Piston Pélican, in Ménilmontant, ein altes Bistro, das seinen patinierten Charakter der früheren Zeiten bewahren konnte, oder im 24 Bis, ein kleiner Vereinsraum, in dem jeden Samstag Aperitif-Abende mit musikalischer Untermalung sowie Ausstellungen in der Nähe von Denfert-Rochereau veranstaltet werden.
Im Trois Arts, das den Schwerpunkt auf Weltmusik legt, findet jeden Sonntag um 18 Uhr eine Jam-Session statt. Am Montparnasse veranstaltet die Swan Bar, eleganter Treffpunkt der frankophilen Amerikaner, jeden Tag abwechselnd Jazz-Chansons, brasilianische Musik und Konzerte mit jungen Jazz-Talenten. Am Montmartre steht im alternativen und kosmopolitischen Bab-Ilo Blues, Chanson, Komik und Jazz mit jungen Musikern, wie dem Gitarristen William Chabbey auf dem Programm.
Im Olympic Café, ein ehemaliger Ballsaal in der Goutte d’Or, in dem ein weltoffener und antikonformistischer Esprit herrscht, wird - zwischen alternativem Rock und afrikanischer Musik - Free und experimenteller Jazz gespielt, der sich dem Slam stellt und gerne alle Konventionen hinter sich lässt.
In Malakoff veranstaltet das Fabrica’Son, ein Verband, der von Musikern gegründet und ehrenamtlich verwaltet wird, jeden ersten Sonntag im Monat um 16 Uhr Konzerte, die man mit der gesamten Familie besuchen kann. In Maisons-Alfort finden in der Bar Belge und ihren dreihundert Biersorten aus aller Welt von Donnerstag bis Samstag Konzerte statt, die auch dem Jazz einen ehrenvollen Platz einräumen.
Lust auf ein Dinner mit Musik? Oder einen Brunch mit Freunden und Jazz-Musik im Hintergrund oder einen Drink, gemütlich in einem Sessel?... Der Jazz begleitet Sie bis zu Ihrem Tisch, auf dem Tablett serviert.
In dem sehr schicken Hotel d’Aubusson, in dem Keller gelegen, in dem sich früher das berühmte Tabou der Existentialisten befand, lässt das Café Laurent den Jazz von Saint-Germain-des-Prés auf elegante Weise weiter leben, dank des Hauspianisten Christian Brenner, der sich zusammen mit einem Trio in Abendkleidung von Donnerstag bis Samstag zur Aperitif-Zeit (18 Uhr 30 bis 20 Uhr) produziert und sich dann in ein Quartett verwandelt, das dann einen niveauvollen Gast, Sänger oder Instrumentalisten im Rahmen eines Konzerts begrüßt (von 21 Uhr 30 bis 0 Uhr 30). Ein Ort des Rückzugs und der Ruhe in einem abends sehr belebten Viertel.
Als schicker und mondäner Treffpunkt begrüßt die Bar des Hotels Lutetia mit seinen prachtvollen Ledersesseln und Skulpturen von Arman und Philippe Hiquily jeden Abend einen Pianisten ab 19 Uhr. Von Mittwoch bis Samstag finden hier zudem die Konzerte "Lute-Jazz" um 22 Uhr 15 statt, bei denen man zum Rhythmus einer traditionellen Jazz-Band einen Drink zu sich nehmen kann. Im Hôtel de Banville ist es die Besitzerin, die jeden Dienstagabend von 19 bis 22 Uhr 30 zusammen mit einem Pianisten ein Medley mit Jazzstandards und französischen Chansons vorträgt. An der Bar des sehr hippen Murano Urban Resort herrscht ein buntes Ambiente zwischen Dekor und Musik. Jeden Montag steht hier Jazz-Soul-Musik in perfekter Übereinstimmung mit dem Design auf dem Programm. Samstags sind die Haus-DJs mit einem Mix aus Jazz, Soul, Disco und seltenem Groove an der Reihe; sonntags trifft man sich hier zu einem Bossa Jazz-Brunch.
Als historischer Ort des Jazz in Frankreich zu seinen Anfangszeiten führt das Bœuf sur le Toit seinen Namen auf ein Werk von Darius Milhaud zurück, einer der ersten Komponisten, der sich für die außerhalb der europäischen Grenzen stammenden Musik interessierte. Dieses Werk handelte über ein Argument von Jean Cocteau geschrieben, der auch ein begeisterter Jazz-Schlagzeuger war. Man sagt, dass der Ausdruck "faire le bœuf“" – mit dem amerikanischen "Jam Session" vergleichbar – aus der Zeit stammt, in der sich die Musiker regelmäßig an diesem Ort trafen, der bei den Künstlern und Bohemiens der 20er Jahre sehr beliebt war, um ganz ungezwungen zusammen zu spielen. Seit März ist der Jazz in die Gemäuer dieser Brasserie zurückgekehrt, in der an jedem ersten Montag im Monat ein Konzert stattfindet, auf das dann - natürlich - ein Bœuf folgt.
Das Petit Journal Montparnasse bietet verschiedene Menüs im Rahmen von Veranstaltungen mit Dinner an, bei dem die traditionelle französische Küche mit Konzerten kombiniert wird, die in ihrem Genre von den einzelnen Abenden abhängen. Beim Jazz legt der Verantwortliche den Schwerpunkt auf große Swing-Gruppen (hier tritt regelmäßig Claude Bolling auf), Dixieland-Musik und Rhythm’n’Blues mit Blechinstrumenten, beispielsweise mit der Gruppe Captain Mercier. Im Havana Jazz, der seine Türen allen aus Havanna stammenden Gästen öffnet, wird gute kubanische Küche mit einem Programm verbunden, das den Jazz in den Mittelpunkt stellt und junge Talente und Voice Jazz präsentiert.
In der Closerie des Lilas kann man zu Pianomusik in der anspruchsvollen Bar zu Abend essen oder einfach nur einen Drink am Tresen genießen, an der sich bereits André Breton und Ernest Hemingway und viele weitere Literaten aufgehalten haben. Eine andere Adresse, an der man sich bei Pianomusik stärken kann, ist der Cat Corner am Donnerstag und Freitag. Die berühmte Brasserie Bouillon Racine, die aufgrund der unversehrten Dekoration im Art Nouveau-Stil denkmalgeschützt ist, organisiert Abende mit klassischer Jazz-Musik an jedem ersten und dritten Dienstag im Monat.
Zwei Brunchs für Jazz-Freunde und Langschläfer am Sonntag: in der Bellevilloise , einer Halle mit großen Glasfenstern und Olivenbäumen in Kübeln zum Sound einer Gruppe, in der Regel World-Jazz. Die exzentrische Innenausstattung des Réservoir , zusammen mit einem Trio und - zwischen den einzelnen Sets - DJs, die einen Mix seltener CDs brauen.
(19 ème)
221 avenue Jean-Jaurès