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Le nouveau Paris

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Fabien Vershaere

Paris ist ein Ort zum Leben und zum kreativen Gestalten.

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Fabien Vershaere

Rundgänge nach Lust und Laune

Paris Ile-de-Frabce von...

Fabien Vershaere

Paris Ile-de-France von... Fabien Verschaere

Paris ist ein Ort zum Leben und zum kreativen Gestalten.

Fabien Vershaere ist die lebendige Darstellung einer Welt in knalligen Farben, bei der man wieder in die Kindheit eintaucht: von New York bis Hongkong, eine ganze Schar von Wichtelmännern, Prinzessinnen und anderen Geschöpfen haben bereits eine Weltreise hinter sich.

Sie sind in Vincennes geboren und haben an der Pariser Kunsthochschule Ecole Nationale Supérieure des Beaux Arts studiert. Sie wohnen und arbeiten im 18. Bezirk von Paris. Wie beschreiben Sie ihre persönliche Geschichte im Zusammenhang mit Paris?

Ich bin in einem Vorort von Paris geboren und habe dort Jahre lang gelebt, ohne jemals nach Paris zu fahren. Paris habe ich gleichzeitig mit dem Wunsch entdeckt, Künstler zu werden; und mit der Zulassung für das Studium an der Ecole des Beaux Arts. Erst ab diesem Zeitpunkt begann ich aufgrund vieler Begegnungen, diese Stadt zu erkunden. Bei einem Praktikum bei einer Zeitung, wo ich als Layouter arbeitete, lernte ich den Schauspieler Jean Marais kennen und über ihn dann im Anschluss andere Persönlichkeiten, die aus einer anderen Generation als meiner stammten. So lernte ich die Künstler Rolland Topor, Erik Dietman oder César kennen.

Welche Viertel, Orte sind für Sie wichtig?

Ich bin von Beaubourg begeistert, vom Museum der Orangerie, der Rue Daguerre, eine Querstraße zur Rue Roger, in der sich das Künstleratelier von César befand, ganz in der Nähe vom Platz Denfert-Rochereau. Auch das Viertel von Saint Germain des Prés ist eins meiner Favoriten: das Café Flore, die Buchhandlung La Hune. Ich bin aber auch gerne im Marais und in der Rue Sainte Anne mit ihren unzähligen japanischen Restaurants, zwischen der ersten Oper von Paris und dem Palais Royal. In dieser Stadt herrscht eine einzigartige Form von Musikalität und das bestechendste Merkmal dieser Metropole ist vielleicht die Tatsache, dass man sich schnell mit ihr vertraut machen kann.

Sie stellen in der ganzen Welt aus und haben ein Jahr in London gelebt, aber auch in Amsterdam. Dennoch haben Sie sich für Paris als festen Bezugspunkt entschieden. Warum?


Jedes Mal, wenn ich im Ausland bin, fehlt mir Paris. Paris ist eine großartige Stadt, mit einem kritischen, satirischen Esprit... es ist schon kein Zufall, dass die französische Revolution hier stattfand! Zudem bleibt Paris eine Referenz für guten Geschmack, Trends und vieles mehr.

Betrachten Sie als Künstler Paris als geeigneten Ort für die kreative Gestaltung?


Man hat viel von der Dynamik der Metropolen wie Berlin, London, New York gesprochen... der Gedanke an die Fremde ist weiterhin sehr stark vertreten und es ist richtig, dass man oft erst woanders brillieren muss, um in Paris erfolgreich zu sein. Ich glaube hingegen, dass viele Sachen hier gemacht werden können und ich bin absolut nicht der Überzeugung, dass es einen "richtigen Ort" für die Kreation gibt. Nicht der Ort, sondern das Werk zeichnet einen Künstler aus. Darüber hinaus fühlen sich die Künstler zum nomadenhaften Leben berufen und reisen durch die Welt. Ich habe mich für Paris als Standort entschieden, eine Stadt, in der ich mich ganz einfach wohl fühle.

Welche Orte zeitgenössischer Kunst besuchen Sie und würden Sie weiterempfehlen?

Ich glaube, dass Paris vor allem für seine Vielseitigkeit zählt. Interessante Ausstellungen überall, ob im Palais de Tokyo oder im Plateau, im Mac Val de Vitry, im Pariser Museum der modernen Kunst, d. h. Musée d'Art Moderne de la Ville de Paris oder im Musée d'Art Forain oder im Museum Victor Hugo. Es hängt nur davon ab, inwieweit die Ausstellungen aktuell sind. Abgesehen davon, sind die einzelnen Locations für zeitgenössische Kunst nicht zwangsläufig Räumlichkeiten, in denen man Kunst bewundern kann, sondern Orte, die manchmal gar nicht im Zusammenhang mit der Kultur stehen, die aber Treffpunkt einzelner Player dieser Szene sind. Ich denke an den Palais de Tokyo zu seinen Anfangszeiten, an Nachtclubs wie Le Baron oder den VIP Room, wo sich Schauspieler, Sänger, Künstler und die unterschiedlichsten Menschen treffen. Diese Orte sind wichtig, da Kultur vor allem durch Begegnungen und durch Vielseitigkeit entsteht.

Wie sehen Sie Paris in seiner Entwicklung in der internationalen Kunstszene?


Seit einigen Jahren nimmt Paris wieder einen wichtigen Platz ein, vor allem nach der Eröffnung des Palais de Tokyo... dank seiner Gründer, Nicolas Bourriaud und Jérôme Sans, die beide in der internationalen Szene sehr aktiv sind. Der musikalische French Touch hat ebenfalls eine wichtige Rolle gespielt: Gruppen wie Air oder Daft Punk haben einen großen Teil zu dieser neuen Wirkungskraft der Kultur in Paris beigetragen.


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