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Le nouveau Paris

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Hasse Poulsen

Paris ist eine Stadt, die ständig in Bewegung ist und Nährboden für Kreationen bietet.

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Hasse Poulsen

Rundgänge nach Lust und Laune

Das Paris Ile-de-France von...

Hasse Poulsen

Das Paris Ile-de-France von... Hasse Poulsen

Paris ist eine Stadt, die ständig in Bewegung ist und Nährboden für Kreationen bietet.

Der dänische Gitarrist Hasse Poulsen ist eine der kreativsten Persönlichkeiten des jungen europäischen Jazz. Die Weise, wie er Paris Ile-de-France betrachtet, spiegelt seine Musik wider: frei und ikonoklastisch.

Weshalb haben Sie sich in Paris niedergelassen ?

Es war im Jahre 1997. Ein Freund meiner Eltern bot mir ein kleines Apartment an, das er am Odéon besaß. Ich reiste mit meiner Gitarre an. Schon am ersten Tag rief ich einen Freund und Musiker an, Benoît Delbecq, der mich sofort einlud, mit ihm im "Instants Chavirés" zu spielen, dem Jazzclub, in dem sich die ganze neue Szene Frankreichs traf. Ich wurde sofort aufgenommen und hatte sofort begriffen, den idealen Ort angetroffen zu haben, an dem ich das Leben als Musiker nach meinen Vorstellungen leben konnte.

Welche Vorstellung hatten Sie sich als Ausländer und Jazz-Musiker von Paris gemacht, bevor Sie sich hier niederließen ?

Mir wurde diese Mythologie von Paris "Stadt der Künste" mit in die Wiege gelegt... Im Alter von 17 Jahren bin ich zum ersten Mal mit der Schule in Paris gewesen, für einen Aufenthalt als Tourist. Dann trampte ich von Dänemark mit einem Freund ein Jahr später nach Paris. Ich erinnere mich, bei diesem Aufenthalt ein Konzert von Miles Davis in der Salle Pleyel besucht zu haben. Es war mein erstes Jazz-Konzert in einem so großen und prachtvollen Saal. Ich begriff, dass Paris in der Tat die Stadt war, die allen Formen der Kunst einen ganz besonderen Raum bot, vor allem dem Jazz, der ein wirklicher Bestandteil der Kultur hier ist.

Und welche ersten Eindrücke haben Sie gesammelt, als Sie sich hier niederließen ?

Um allen Clichés entgegenzutreten... ich fand  die Pariser Einwohner sofort ausgesprochen freundlich. Meiner Meinung nach sind die Franzosen sehr interessiert an allem, was in der Welt passiert. Ein Künstler aus dem Ausland kann hier, unabhängig von seiner Branche, durchaus Karriere machen. Und genau das ist es, was die Stärke Frankreichs und die außerordentlich kreative Energie von Paris ausmacht, diese offene Haltung und Einstellung ... Dieser Sinn für den Anderen lässt in dieser tausendjährigen Kultur immer wieder Platz für neue Inspirationen von außen: ein fester Bestandteil der französischen Identität.

Was sind Ihre Lieblingsviertel ?

Als ich ankam, verbrachte ich meine Zeit auf den Boulevards: Pigalle mit all seinen Musikgeschäften, oder auch Barbès. Ich liebte diese populäre und kosmopolitische Atmosphäre ... Dann wird dir natürlich klar, dass sich hinter diesen pittoresken Seite wahre Armut verbirgt ... Aber der dynamische Charakter dieser Stadtviertel  lässt sich nicht verleugnen ... Ich habe in Barbès gewohnt, Rue Marcadet, zwei Jahre lang... und das war wirklich angenehm. Auch wenn hier Menschen von überall auf der Welt zusammenströmen, findet man sich doch sehr schnell zurecht. Dort herrscht noch ein richtiges "Kiezleben".
 
Gehen Sie in Paris gerne spazieren ?

Ich laufe gerne wahllos durch Paris. Auf dem Fahrrad und immer der Nase nach. Man ist nie enttäuscht und entdeckt immer wieder etwas Neues. Ich mag aber auch genau das Gegenteil... einen Reiseführer nehmen und eine Tour durch das historische Stadtviertel von Notre Dame machen und an den Ufern der Seine entlang gehen - es ist herrlich, vor allem nachts. Generell gesehen habe ich kein Verlangen nach dem alten Paris, den Schwarz-Weiß-Clichés à la Doisneau - was mich interessiert, das ist das Paris von heute. Ich gehe gerne durch Viertel, die sich im Wandel befinden, wie zum Beispiel im Viertel der Großen Bibliothek, auf der Uferseite von Bercy. Ich finde, dass es dort sehr interessante architektonische Projekte gibt. Diese Kombination aus Tradition und ultramodernen Elementen, die man überall sehr konzertiert antrifft, regt die Vorstellungskraft an.

Lassen Sie sich von Paris inspirieren ?


Enorm. Paris ist eine Stadt, die ständig in Bewegung ist und Nährboden für Kreationen bietet. Für einen Musiker ist die Stadt eine Drehscheibe, an der niemand vorbei kommt. Jeder kommt hier her, um sich inspirieren zu lassen, um sich kulturell zu bereichern. Paris ist eine Stadt aus Stein und Geist. Die Natur wird ausgeschlossen. Das bietet einen ganz besonderen Sinn für Abstraktion. Was die Menschen manchmal als Arroganz der Pariser Einwohner empfinden, ist meiner Meinung nach dieses Gefühl, das jeder Bewohner dieser Stadt hat: an der Geschichte teilzuhaben, das Produkt einer weltweit wichtigen Kultur zu sein.

Was würden Sie jemandem raten, sich als erstes anzusehen, wenn er zum ersten Mal nach Paris kommt ?


Den Eiffel-Turm natürlich! Einfach umwerfend! Die Pariser Einwohner kennen dieses Gefühl gar nicht. Sie denken, der Eiffel-Turm sei den Touristen vorbehalten. Aber sie irren sich. Man muss auf die letzte Etage des Eiffel-Turms, ganz nach oben, und auch ins Moulin-Rouge gehen. Einfach magische Orte. Und nach der Vorführung in der Brasserie Flo Austern schlürfen. Ein einzigartiges Erlebnis !


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