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Le nouveau Paris

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Jacobo Fernandez

Die Goutte d'Or ist ein einzigartiges, exotisches und lebendiges Viertel

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Rundgänge nach Lust und Laune

Das Paris Ile-de-France von...

Jacobo Fernandez

Das Paris Ile-de-France von... Jacobo Fernandez

Die Goutte d'Or ist ein einzigartiges, exotisches und lebendiges Viertel

Jacobo Fernandez stammt aus Galizien und lebt seit 2006 in Paris. Er beantwortete unsere Fragen in einem seiner Lieblingscafes, ganz in der Nähe seiner Wohnung im Viertel Goutte d'Or

Erzählen Sie uns von Ihrem ersten Aufenthalt in Paris.

Ich kam das erste Mal im Jahre 2001 nach Paris. Natürlich habe ich unumgängliche Sehenswürdigkeiten wie den Eiffelturm besucht. Ich hatte Lust, alles zu sehen, aber da ich nur drei Tage hatte, war es ein echter Kampf gegen die Uhr. Um das Essenzielle nicht zu verpassen, musste ich natürlich wiederkommen.
    
Welche Vorstellung hatten Sie von Paris, bevor Sie dort hin zogen?

Paris klang wie ein magischer Name. Für mich war die Stadt eine echte Legende, wegen all der Filme und der Literatur. Filme wie Außer Atem und Jules und Jim von François Truffaut haben mich sehr beeinflusst. Ich habe auch das Lied Barbès-Clichy von Mano Solo geliebt. Ich stellte mir Paris ein bisschen wie eine Boheme-Stadt vor, die Künstler anzieht...
    
Hat sich Ihr Bild von Paris seitdem verändert?

Ja, und das Viertel der Goutte d'Or ist größtenteils dafür verantwortlich. Hier kennt man jeden, es herrscht eine wirklich familiäre Atmosphäre. Das mag ich sehr. Außerdem ist das ein sehr gemischtes Viertel, in dem ich Kulturen aus der ganzen Welt entdeckt habe. Hier hat man den Eindruck, das Paris wirklich eine multikulturelle Stadt ist, in der sich pausenlos Menschen verschiedenster Herkünfte tummeln. Seitdem ich hier lebe, habe ich verstanden, was eigentlich der Ausdruck „Quartier“ (Viertel) bedeutet, den die Pariser so gerne benutzen: Ein „Quartier“, das ist ein echtes Dorf in der Stadt!

Was ist Ihrer Meinung nach der ungewöhnlichste Ort in Paris.

Das ist eindeutig der Markt von Barbès am Montagmorgen! Es wird geschrien, alles ist in Bewegung und die Preise sind wirklich sehr niedrig. Auch wenn man sich direkt unter der Pariser Hochbahn befindet, fühlt man sich, als wäre man ganz woanders.


Oberkampf

Haben Sie eine Lieblingsroute für einen Spaziergang?

Bei schönem Wetter gehe ich gerne den Canal de l'Ourcq entlang. Dort ist es besonders ruhig, und man kommt zu Fuß oder mit dem Fahrrad bis zur Villette. Und natürlich ist da im Sommer noch Paris Plage! Ich spaziere auch gerne in Montgallet, dort gibt es unzählige Informatik-Geschäfte, die hauptsächlich von Asiaten geführt werden. Diese Ansammlung von Läden fasziniert mich!  

Mögen Sie Paris eher morgens, nachmittags oder abends?


Das kommt darauf an, aber hauptsächlich mag ich die nächtliche Stimmung. Ich gehe gerne abends in die Bistros, von allem in der Rue Oberkampf. Übrigens lieben Spanier, die ja oft eine Feiernatur haben, dieses Viertel.    

Wie vertreiben Sie sich am liebsten die Zeit in Paris?

Ich spaziere, verlaufe mich, gehe auf Entdeckungsreise und lasse mich immer wieder überraschen. Ich bin ein großer „Flanierer“.

Welches Viertel würden Sie jemandem empfehelen, der ein paar Tage in Paris verbringen möchte?

Das Viertel der Goutte d'Or, weil ich es sehr gut kenne. Aber es gibt auch andere sehr charmante Ecken: das Marais zum Beispiel mit seinen Gassen und Boutiquen finde ich sehr angenehm.
Und wenn ich eine Location empfehlen müsste, wäre das das 104. In dieser Einrichtung kann man die Entstehung von Kunstwerken mitverfolgen. Ich mag auch das Musée du Quai Branly. Mit der Beleuchtung von Yann Kersalé ist es abends einfach nur wunderschön!


 

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