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Saint-Sulpice - Montparnasse

Saint-Sulpice - Montparnasse

Saint-Sulpice schick, Montparnasse künstlerisch, die Invalides historisch... Ein Spaziergang, um in die Kultur "Rive Gauche" der Hauptstadt einzutauchen.

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Saint-Sulpice - Montparnasse

Le Bobin'O

Montparnasse, die Höhen und die Kunst

In Abhängigkeit von Ihrer Form und von der Tageszeit können Sie auf zwei Wegen zu Montparnasse gelangen: Der erste und längere Weg führt von Saint-Sulpice aus über die Rue Garancière vorbei am Luxembourg mit seiner Fotogalerie, die regelmäßig an seinem Zaun ausgestellt wird. Rundherum können Sie flanieren und das ausgeflippte Reich von A.P.C, in der Rue de Fleurus entdecken oder sich im Musée Zadkine (100 bis, Rue d'Assas) kultivieren, das Werke von Bildhauern in Verbindung mit zeitgenössischen Werken beherbergt, bevor Sie sich dann eine (neuerliche) Schleckerpause beim Schokoladenfabrikant Jean-Paul Hévin (3, Rue Vavin) gönnen. So gelangen Sie gemütlich zum Boulevard du Montparnasse und zu seinen mythischen Bierstuben (Le Dôme, La Coupole), die Künstler aus aller Welt in den 20-er Jahren zu ihrem Treffpunkt auserkoren hatten.

Sind Sie etwas fußmüde, führt Sie die Rue de Rennes direkt zum Tour Montparnasse. Es wäre jedoch schade, wenn Sie die benachbarten Straßen wie die Rue du Cherche-Midi mit der vegetal dekorierten Boutique Marithé et François Girbaud (in der Nr. 7), die originelle Bäckerei Poilâne (in der Nr. 8), die frischen Kreationen von Lilith (in der Nr. 12) oder auch - ein wenig weiter weg - die Rue Saint-Placide auslassen würden, wo Sie sich in den Markendiscount-Geschäften so manchen Wunsch erfüllen können.
Der Tour Montparnasse ist mit seinen 209 Metern und 59 Etagen das höchste Gebäude von Paris und wurde 1972 fertig gestellt. Für ein wenig Tourismus ganz in Familie ist er eine unvergleichliche Attraktion: Sein ultraschneller Aufzug bringt Sie im Handumdrehen zu seiner Terrasse, Montparnasse 56, die Ihnen bei schönem Wetter ein außergewöhnliches Panorama bietet, das sich Ihnen in einem Umkreis von vierzig Kilometer mit Drehtischen und verfügbaren Ferngläsern darbietet. In derselben Etage wartet das Restaurant und die Bar Le Ciel de Paris mit einer europäischen Küche und Cocktails auf, die einen romantischen Ausflug in die Gipfel der Stadt angenehm untermalen.
Hinter dem Turm lässt der Bahnhof den Atlantique und die Bretagne aber auch Versailles näher rücken: Dreißig Minuten Fahrzeit und schon sind Sie da!


Sie können sich zur Rue du Départ und zum Boulevard Edgar Quinet begeben. An der U-Bahnstation bietet Ihnen ein kleiner Platz einige angenehme Terrassen und am Sonntag schlägt auf diesem Boulevard ein Kunstmarkt seine Zelte auf. Ganz nach Laune können Sie der zeitgenössischen Kunst in der Cartier-Stiftung die Ehre machen oder sich im Gegensatz vor den Gräbern bedeutender Persönlichkeiten auf dem Friedhof Montparnasse der Meditation hingeben.
Die Cartier-Stiftung (261, Boulevard Raspail) hat sich vor vierzehn Jahren in einem wunderschönen Glasblock, der aus der Hand von Jean Nouvel stammt, niedergelassen. Sie beherbergt ungewöhnlichste Werke der zeitgenössischen Kunst aber auch Wanderausstellungen (wie die César-Retrospektive im Sommer 2008) oder lädt zu Nomaden-Abenden ein, die bei der Pariser Kunstwelt einen großen Anklang finden (Mittwoch- und Donnerstagabend, Reservation erforderlich unter der Telefonnummer 01 42 18 56 72).

Kennen die großen Namen von heute das posthume Ansehen Ihrer Nachbarn auf dem nahe gelegenen Friedhof? Der Cimetière du Montparnasse, der von einem Ende zum anderen von einem Platanenweg gepflastert ist, die Rue Emile Richard (einzige blinde Straße der Hauptstadt; Sie wird von zwei Mauern gesäumt und beherbergt kein Gebäude) ist von Charles Baudelaire bis Serge Gainsbourg über Kapitän Dreyfus die Ruhestätte bekannter Vorgänger.
Die Erinnerung von Montparnasse versteckt sich nicht nur auf dem Friedhof. Die Rue de la Gaîté, die einem umfassenden Sanierungsprogramm unterzogen wurde, beherbergt das Café Tournesol (in der Nr. 9), ein einfacheres aber sympathisches Ambiente, und einige Theater, darunter das Gaîté-Montparnasse. 

Zur Krönung und ebenfalls mit einer künstlerischen Note zwei Lösungen, die leicht zu erreichen sind, wenn Sie die Avenue du Maine einschlagen. In der Sackgasse Lebouis stoßen Sie auf die Stiftung Henri Cartier-Bresson (in der Nr. 2), die dem Fotojournalismus gewidmet ist. Wollen Sie jedoch eher in die Geschichte des Stadtviertels eintauchen, bietet sich ein Besuch im Musée du Montparnasse (21, Rue du Maine) oder im ehemaligen Atelier von Marie Vassilieff an, die eines der Epizentren des Lebens der Boheme in der Zeit des Kubismus von 1910-1930 war.

Cimetière du Montparnasse

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